Liebe Eltern, liebe Patient:innen,wie Sie ganz sicher schon aus den Medien erfahren haben, brennt esgerade bei den Kinderärzt:innen. Aktuell herrschen aber nicht nur in denKrankenhäusern und Rettungsstellen chaotische Zustände, auch die Praxensind überfüllt. In unserer direkten Umgebung kommt erschwerend hinzu,dass mehrere Praxen geschlossen sind und gar keine Patienten mehrbehandeln.Aktuell geben wir unser Bestes die Versorgung aufrecht zu erhalten undgerade in dieser schwierigen Lage ist der Ausblick auf des kommende Jahrniederschmetternd. Von Seiten der Politik wird die ambulante Versorgungnämlich weiterhin stiefmütterlich behandelt. Im September wurde diewichtige Neupatient:innenregelung wieder zurückgenommen. Das hatganz praktisch zur Folge, dass es für viele Eltern, die einen Arzt für ihrKind suchen, noch schwieriger sein wird, jemanden zu finden, der sie indie Praxis aufnimmt. Dies trifft leider auch die Neugeborenen. Gerade ininfektionsreichen Quartalen ist das Budget schnell ausgeschöpft, was dazuführt, dass Behandlung nicht mehr vergütet werden.Vor diesem Missständen können auch wir, die Augen nicht verschließen.Wir müssen dringend für die Versorgung Ihrer Kinder handeln!Deshalb hat der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte für den19.12.2022 zum Streik aufgerufen. Diesem werden wir uns anschließen.Akutpatient:innen werden in dieser Zeit über die fünf Notdienstpraxen (amDRK-Westend, Sana Klinikum Lichtenberg, Vivantes Klinikum Neukölln,St. Joseph-Krankenhaus und Charité Campus Virchow) versorgt.Sollte das gewünschte Echo der Politik ausbleiben, behalten wir uns vor,auch in Zukunft die Praxis zeitweise zu schließen.Wir hoffen auf Ihr Verständnis.Bitte unterstützen sie uns! Machen Sie ihrem Ärger bei den zuständigenPolitikern (u.a. Gesundheitsminister Lauterbach, GesundheitssenatorinGote) auf Instagram, Twitter, Facebook, per Email oder postalisch Luft.Danke!Ihr Praxisteam